Ein Mann vor einer Statue

Hidden Gems mit Johannes Höper: Eintauchen in antike Metropolen

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Johannes Höper leitet seit April 2025 die Innenrevision der SPK. Mit seinem Team hilft er sicherzustellen, dass die komplexen Abläufe der Stiftung transparent, regelkonform und sicher funktionieren. Sein Lieblingsort: Das Pergamon-Panorama.

Außenansicht des „Pergamonmuseum. Das Panorama“

Seit November 2018 steht gegenüber dem Bode-Museum das temporäre Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“. Das Gebäude wird für das Ausstellungsprojekt „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ genutzt. Mit dem Panorama thematisieren die Antikensammlung und Yadegar Asisi die Stadt Pergamon in römischer Zeit (um 129 n. Chr.).

Die Wiedereröffnung des Saals mit dem Pergamonaltar sowie des Nordflügels des Pergamonmuseums mit dem neu eingerichteten Museum für Islamische Kunst ist für 2027 geplant.

© asisi / Tom Schulze

Was ist die genaue Bezeichnung Ihrer Stelle, wie lange sind Sie schon bei der SPK und was sind Ihre Aufgaben?

Ich bin seit Anfang April 2025 bei der SPK, also seit rund zehn Monaten, und leite hier die Innenrevision. Unser Team besteht aktuell aus drei Personen, was angesichts der Größe der SPK ein eher bescheidener Umfang ist.

Aufgabe der Innenrevision ist es, die Stiftung durch unabhängige, risikoorientierte und objektive Prüfung und Beratung zu unterstützen. Hintergrund ist die zunehmend komplexe und unübersichtliche Prozesslandschaft in großen Organisationen. Die Stiftungsleitung ist zwar letztlich verantwortlich für das regelkonforme Funktionieren aller Abläufe, kann dies jedoch nicht in allen Aspekten dauerhaft selbst sicherstellen. Wir führen daher in ihrem Auftrag Themenprüfungen durch, häufig zu komplexen Sachverhalten, und formulieren dazu Einschätzungen und Empfehlungen. Dafür entwickeln wir ein eigenes Prüfprogramm, das sich im Rahmen unserer Ressourcen auf alle Bereiche der SPK erstreckt.

Bei der Auswahl unserer Prüfprojekte orientieren wir uns an Art und Umfang möglicher Risiken. Das Spektrum reicht von Cyberangriffen über Korruptionsprävention bis hin zum Personalschlüssel einzelner Referate. Um diese Aufgaben unabhängig wahrnehmen zu können, haben wir keine Linienaufgaben oder Weisungsbefugnisse und sind keinem spezifischen Bereich zugeordnet. Zusätzlich sind wir auch Erstansprechpartner für das hauseigene Hinweisgebersystem.

Ein maßstabgetreues Modell des Pergamon-Altars
Ein maßstabgetreues Modell des Pergamon-Altars. Foto: SPK / Killisch
Detail des Pergamon-Panoramas
Das Panorama führt die Besucherinnen und Besucher zurück in das Jahr 129 n. Chr. und zeigt ihnen die antike Stadt Pergamon an der kleinasiatischen Westküste. Detail, Foto: SPK / Killisch
Johannes Höper zwischen zwei Ausstellungsstücken in „Pergamonmuseum. Das Panorama“
Johannes Höper zwischen den Ausstellungsstücken in „Pergamonmuseum. Das Panorama“. Foto: SPK / Killisch
Kopie eines antiken Wandgemäldes.
Detail aus der Ausstellung. Foto: SPK / Killisch

Was ist Ihr Lieblingsort in der SPK, wieso und was machen Sie da am liebsten?

Mein Lieblingsort der SPK ist das Pergamon-Panorama. Trotz der langen sanierungsbedingten Schließung des Pergamonmuseums bietet es dem Publikum weiterhin die Möglichkeit, in die Welt von Pergamon einzutauchen – eine wichtige und gelungene Überbrückung dieser außergewöhnlich langen Bauphase.

Ich hatte die Gelegenheit, den Altarraum des Pergamons während der Arbeitsphase zu besichtigen, was mich sehr beeindruckt hat. Das hat mich auch dazu gebracht, erneut ins Panorama zu gehen. Besonders fasziniert mich im Panorama die lebendige 360-Grad-Darstellung von Yadegar Asisi. Mit wechselnden Lichtstimmungen, Geräuschen und dem dargestellten Tagesablauf entsteht ein eindrucksvoller Gesamteindruck, der weit über das reine Zeigen von Artefakten hinausgeht – ein echtes Gesamtkunstwerk. Auch die begleitende Ausstellung überzeugt: Sie zeigt Details und Modelle von Altar und Stadt und vermittelt so Zusammenhänge.  

Nicht zuletzt ist das Pergamon-Panorama zentral gelegen. Man kann sehr gut anschließend noch in das schöne Café in der James-Simon-Galerie gehen und dort ein kleines Getränk zu sich nehmen und so voll und ganz vom starken und lebendigen Angebot der Museumsinsel profitieren.

Johannes Höper vor dem temporären Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ mit der Spiegelung des Bode-Museums in der Glasfassade
Johannes Höper vor dem temporären Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ mit der Spiegelung des Bode-Museums in der Glasfassade. Foto: SPK / Killisch
Detail einer im Pergamon-Panorama ausgestellten Büste
Detail einer im Pergamon-Panorama ausgestellten Büste. Foto: SPK / Killisch

Hidden Gems

In der Reihe Hidden Gems stellen sich Mitarbeitende der SPK vor und zeigen ihre (mehr oder weniger) geheimen Lieblingsorte in der Stiftung.

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