Die Mongolen in BerlinFestliche Eröffnung von „Dschingis Khan und die Welt der Mongolen“

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Zur Eröffnung in der James-Simon-Galerie begrüßte Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, die Gäste als Vertreter des Vorstands der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Zu den hochrangigen Gästen zählten der mongolische Präsident Ukhnaa Khurelsukh, der mongolische Botschafter in Deutschland, Oyunbaatar Jagdag, sowie Chuluun Sampildonmdov, Direktor des Chinggis-Khaan-Nationalmuseums in Ulaanbaatar.


von links nach rechts: Matthias Wemhoff, Battsetseg Batmunkh, Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender, Ukhnaa Khurelsukh, Achim Bonte



SPK / Photothek / Sebastian Rau

„Diesmal sind die Mongolen tatsächlich bis nach Berlin gekommen, aber auf friedliche Art und Weise“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich der feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Dschingis Khan und die Welt der Mongolen“. Die Schau nimmt die Besuchenden mit auf eine Reise durch Zeiten und Räume und mache sie mit Menschen aus einer fernen Welt und längst vergangenen Epochen bekannt.
 

Im Untergeschoss der James-Simon-Galerie erwartet die Besucher*innen eine beeindruckende Auswahl archäologischer Funde und Artefakte aus der Welt der Mongolen. Waffen und Rüstungsteile, Schmuck, Kleidung und Alltagsgegenstände stehen neben Objekten aus dem höfischen und administrativen Umfeld sowie Zeugnissen städtischer Kultur. Gemeinsam eröffnen sie einen facettenreichen Blick auf die Geschichte und Lebenswelt der Mongolen. 

Am Dienstag besuchte der mongolische Präsident gemeinsam mit Bundespräsident Steinmeier die Ausstellung. Durch die Schau führte Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin und Gesamtleiter des Ausstellungsprojekts.




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Matthias Wemhoff führte durch die Ausstellung. SPK / Photothek / Sebastian Rau
Beim Gespräch in der Jurte, der traditionellen Behausung der Nomadenvölker in Zentralasien. SPK / Photothek / Sebastian Rau
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Dabei erschöpft sich die Ausstellung keineswegs im überlieferten Motiv einer wilden, kriegerischen Horde. Sie zeichnet ein differenziertes Bild des mongolischen Weltreichs und seiner historischen Bedeutung. Dschingis Khan erscheint nicht allein als Eroberer, sondern auch als Begründer einer neuen politischen Ordnung, unter der Verwaltung, Handel und kultureller Austausch über weite Teile Eurasiens hinweg neu geprägt wurden. Archäologische Funde und aktuelle Erkenntnisse aus der mongolisch-deutschen Forschung erweitern dabei den Blick auf eine Welt, deren Geschichte weit über die militärischen Eroberungen hinausreicht.

Musikalische und tänzerische Darbietungen vom Mongolian Grand Theatre of National Arts. SPK / Photothek / Sebastian Rau
Musikalische und tänzerische Darbietungen vom Mongolian Grand Theatre of National Arts. SPK / Photothek / Sebastian Rau
Musikalische und tänzerische Darbietungen aus der Mongolei. SPK / Photothek / Sebastian Rau
Musikalische und tänzerische Darbietungen vom Mongolian Grand Theatre of National Arts. SPK / Photothek / Sebastian Rau
Musikalische und tänzerische Darbietungen vom Mongolian Grand Theatre of National Arts. SPK / Photothek / Sebastian Rau

Im Anschluss an den Rundgang kamen die beiden Präsidenten und ihre Delegationen gemeinsam mit zahlreichen Gästen im Auditorium der James-Simon-Galerie zusammen. Dort boten Tänzer*innen und Musiker*innen des Großen Nationaltheaters für Mongolische Kunst ein ebenso farbenfrohes wie imposantes Bühnenprogramm: Traditionelle Lieder und Tanzperformances trafen auf moderne musikalische Fusionen aus Kehlgesang, Looping und Beatboxing.

Zum Ausklang des Abends versammelten sich die Gäste im Löwenfoyer der James-Simon-Galerie. Bei mongolischen Snacks bot sich Gelegenheit, die Eindrücke der Ausstellung in entspannter Atmosphäre zu vertiefen und den Abend im Zeichen des deutsch-mongolischen Kulturaustauschs ausklingen zu lassen.

Die Ausstellung „Dschingis Khan und die Welt der Mongolen“ ist noch bis zum 18. April 2027 in der James-Simon-Galerie zu sehen. Sie wird vom Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin gemeinsam mit mongolischen Partnern präsentiert. Anlass ist der 800. Todestag Dschingis Khans im Jahr 2027.


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